Kämpfen für ein besseres Leben
In Albanien zählen Frauen und Kinder zu den schwächsten Gliedern der Bevölkerung, deren Bedürfnisse kaum wahrgenommen werden. In Zusammenhang mit hohen Arbeitslosenzahlen, grosser Armut in breiten Bevölkerungsschichten und einem stark patriarchalen Rollenverständnis ist das Phänomen der häuslichen Gewalt stark verbreitet.
In der Gesellschaft hat zwar bereits eine Enttabuisierung dieses Themas angefangen, dennoch wird häusliche Gewalt in vielen Bevölkerungsschichten, insbesondere in ländlichen Gebieten, nach wie vor als normal hingenommen. Viele junge Frauen haben keinerlei Möglichkeiten, um diesen engen und stark kontrollierten Lebenssituation im Kreis der Familie oder in Zwangsehen zu entfliehen, ausser via Frauenhandel.
Das von der Partnerorganisation Woman to Woman (WtW) durchgeführte Projekt sensibilisiert Frauen und ihre Töchter in ländlichen Gebieten. Bei so genannten Dorf-Treffen wird über die Themen häusliche Gewalt, Gender und Frauenrechte sowie Frauenhandel informiert und diskutiert. Sozialarbeiterinnen des Projektes, die die gewaltbetroffenen Frauen beraten, sind an den Gesundheitszentren angesiedelt. Hierdurch wird die Hemmschwelle der Frauen, eine Beratung aufzusuchen, herabgesetzt, und gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit den Gesundheitszentren gefestigt. Öffentliche Veranstaltungen rund um die Thematik gegen Gewalt an Frauen sollen ausserdem die Öffentlichkeit generell sensibilisieren.


