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Bosnien-Herzegowina

Bosnien und Herzegowina, Republik seit 1992, grenzt im Osten und Südosten an Serbien und Montenegro und im Norden und Westen an Kroatien. Die 20 km lange Adriaküste im Südwesten bietet den einzigen Zugang des Landes zum Meer. Bosnien und Herzegowina besteht aus zwei Gebietseinheiten, der Bosniakisch-Kroatischen Föderation und der Serbischen Republik mit der Gebietshauptstadt Banja Luka. Sarajevo dient als gemeinsame Hauptstadt beider Teilgebiete. Mit dem Friedensabkommen von Dayton endete 1995 der Krieg. Seither muss Bosnien und Herzegowina mit der Nachkriegssituation fertig werden, das heisst mit einer daniederliegenden Wirtschaft und einer zerrissenen Gesellschaft. Etwa 19% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze und etwa 60% der Familien laufen Gefahr, unter die Armutsgrenze zu geraten, da sie von der Unterstützung von Verwandten oder von Einkünften vom Schwarzmarkt abhängig sind. Die am meisten betroffenen Gesellschaftsschichten sind heimgekehrte Minderheiten und die 370'000 intern vertriebenen Menschen, grosse Familien, Arbeitslose, Pensionierte, allein erziehende Mütter und ihre Kinder sowie Invalide.

Zahlen und Fakten:
Fläche: 51'200 km2
Bevölkerung: 4.6 Mio.
Hauptstadt: Sarajevo
Bevölkerungswachstum: 0.01% pro Jahr
Kindersterblichkeit: 18 pro 1’000 Lebendgeburten
Säuglingssterblichkeit: 15 pro 1’000 Lebendgeburten
Müttersterblichkeit: 15 pro 100'000 Geburten
Fruchtbarkeitsrate: 1,2 Geburten pro Frau
Lebenserwartung Frauen: 82 Jahre
Lebenserwartung Männer: 75 Jahre
Analphabetenrate Frauen: 6%
Analphabetenrate Männer: 1%
Arbeitslosigkeit: 43% (2010)
Religionen: 40% Muslime, 31% orthodoxe Christen, 15% Katholiken, 14% Sonstige

Psychotherapie für traumatisierte Frauen und Kinder

Die Situation in Bosnien und Herzegowina ist auch zehn Jahre nach Beendigung des Krieges geprägt von wachsender Armut, anhaltender wirtschaftlicher Stagnation und einem nur sehr schwer vorankommenden Demokratisierungsprozess. Kriegstraumata, wirtschaftliche Probleme und eine hohe Arbeitslosigkeit manifestieren sich immer häufiger in Form von Gewalt in der Familie als sogenannte sekundäre Folgen des Krieges. MEHR

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Seit Kriegsende sind die Lebensverhältnisse für grosse Teile der Bevölkerung prekär. Besonders betroffen sind Minderheiten wie Roma und intern Vertriebene. MEHR

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