Aufbau eines Männerzentrums
Frauen und Kinder können nur dann effektiv gegen Gewalt geschützt werden, wenn auch Männer einbezogen werden. Täterarbeit ist somit Opferschutz! Unsere Partnerorganistion Buducnost hat deshalb beschlossen, ein Männerzentrum aufzubauen.
Im Nachkriegsbosnien ist eine grosse Unsicherheit bei Männern spürbar, was ihre Rolle und Position in der Gesellschaft betrifft. Männer galten in der Gesellschaft immer als die „Brotverdiener“, durch die hohe Arbeitslosigkeit werden viele Männer dieser Rolle nicht mehr gerecht. Viele versuchen, ihre Erinnerungen mit Alkohol zu betäuben, flüchten sich in Selbstmord oder richten ihre im Krieg erlebte Gewalt nun gegen die Familie.
Frauen und Kinder können nur dann effektiv gegen Gewalt geschützt werden, wenn auch Männer einbezogen werden. Täterarbeit ist somit Opferschutz! Unsere Partnerorganistion Buducnost hat deshalb beschlossen, ein Männerzentrum aufzubauen. Das Männerzentrum wird zwar organisatorisch zu Buducnost gehören, ist jedoch als eigenständiges Projekt in einem eigenen Gebäude untergebracht, um den Schutz der Frauen im Frauenhaus nicht zu gefährden. Opfer- und Täterarbeit bleiben so grundsätzlich getrennt.
Im Männerzentrum sollen Männer und Täter mit Hilfe des qualifizierten Personals lernen, mit Gefühlen und Konflikten umzugehen, und letztendlich eine Haltungsänderung erzielen.
Die Aktivitäten reichen über individuelle und Gruppendiskussionen, Beratung, Workshops, Sozialtherapie bis hin zur Krisenintervention.


