Psychotherapie für traumatisierte Frauen und Kinder
Die Situation in Bosnien und Herzegowina ist auch zehn Jahre nach Beendigung des Krieges geprägt von wachsender Armut, anhaltender wirtschaftlicher Stagnation und einem nur sehr schwer vorankommenden Demokratisierungsprozess. Kriegstraumata, wirtschaftliche Probleme und eine hohe Arbeitslosigkeit manifestieren sich immer häufiger in Form von Gewalt in der Familie als sogenannte sekundäre Folgen des Krieges.
Vom Krieg und der Nachkriegszeit traumatisierte Frauen und Kinder wird psychotherapeutische, medizinische, soziale und pädagogische Betreuung geboten, damit diese Frauen wieder eine Lebensperspektive entwickeln und die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen.
Die Betreuung von traumatisierten Frauen und Kindern geschieht im Rahmen von maximal 5-monatigen stationären Therapien oder ambulanter Psychotherapie im Zentrum von Vive Zene sowie einer sozialen Begleitung während und nach Beendigung der Behandlung. Klientinnen sind in erster Linie intern vertriebene Frauen und ihre Kinder. Das Therapieangebot steht aber auch der lokal ansässigen Bevölkerung und Rückkehrern offen. Im Rahmen der Gemeindearbeit in den Flüchtlingssiedlungen und ausgewählten Quartieren in Tuzla wird insbesondere am Wiederaufbau von sozialen Netzwerken und der Übernahme von Selbstverantwortung als Mitglieder einer Gemeinschaft gearbeitet. Vive Zene gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen gezielt in Form von Weiterbildungen und Aktivitäten des "capacity building" an staatliche Strukturen, wie die Zentren für Sozialarbeit und andere Partnerorganisationen, weiter. IAMANEH plant, Vive Zene langfristig zu unterstützen, da deren Arbeit zu den Themen Trauma und Gewalt für Bosnien wegweisend ist.


