Burkina Faso
Burkina Faso liegt in Westafrika und grenzt im Norden und Westen an Mali, im Osten an Niger, im Südosten an Benin und im Süden an Togo, Ghana und die Elfenbeinküste. Während der Norden trocken ist, ist der südliche Landesteil etwas regenreicher und besteht aus bewaldeter Savanne, die in Richtung Norden in Sand und Wüste übergeht. Die Sahara verschiebt sich immer weiter nach Süden und bedroht den schmalen Ackerlandstreifen. Trotz Strukturanpassungen im makroökonomischen und finanziellen Bereich seit 1991 und einer Aktion zur Schuldenreduktion im Jahr 2000 stagniert die Entwicklung Burkina Fasos, und die Handelsbilanz ist stark defizitär. Die Folge ist eine weit verbreitete Armut, die noch verstärkt wird durch die Übernutzung der Böden, das Problem der einseitigen Ernährung der Bevölkerung im Norden und im Zentralplateau, die zunehmende Verstädterung und die Erwerbslosigkeit in den grössten Städten. Unter schlechten sanitären Verhältnissen und Unterernährung leiden vor allem Kleinkinder, Erwerbs- und Landlose.
Zahlen und Fakten:
Fläche: 274'000 km2
Bevölkerung: 14 Mio.
Hauptstadt: Ouagadougou
Städtische Bevölkerung: 18%
Bevölkerungswachstum: 3% pro Jahr
Kindersterblichkeit: 197 pro 1’000 Lebendgeburten
Säuglingssterblichkeit: 104 pro 1’000 Lebendgeburten
Müttersterblichkeit: 480 pro 100’000 Geburten
Fruchtbarkeitsrate: 6,4 Geburten pro Frau
Lebenserwartung: 49 Jahre
Analphabetenrate Männer: 71%
Analphabetenrate Frauen: 85%
Religion: 50% Muslime, 40% Anhänger von Naturreligionen und 10% Christen
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Ein hoffnungsvoller Neuanfang für ledige Mütter
In der Provinz Yatenga mit dem Hauptort Ouahigouya ist das Phänomen der jungen ledigen Mütter weit verbreitet. Werden Frauen unehelich schwanger, werden sie häufig von ihren Familien verstossen und der Teufelskreis beginnt. Viele Frauen geraten in die Prostitution oder eine Abhängigkeitsverbindung. Die Gefahr von sexuell übertragbaren Krankheiten, HIV/AIDS und ungewollten Schwangerschaften ist gross. MEHR
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Gesunde Entwicklung für Kinder dank richtiger Ernährung
Mangelernährung ist in Burkina Faso weit verbreitet. Armut, Dürre und Nahrungsmittelknappheit sind jedoch nicht die einzigen Ursachen hierfür, soziale und kulturelle Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. So gibt es Nahrungsmittel, die tabu sind, wie beispielsweise Eier während der Schwangerschaft. Zu frühe Mutterschaft oder eine solche in zu kurzen Abständen wirken sich ebenfalls auf die Ernährungssituation von Mutter und Kind aus, ebenso mangelnde Kenntnisse der Frauen über Ernährung. MEHR


