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Mali

Mali liegt im Herzen Westafrikas und zu einem Viertel in der Wüste Sahara. Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Diese Armut wird oft der geografischen Lage zugeschrieben, da das Land eine Enklave mitten in Westafrika ist und zudem unter harten klimatischen Bedingungen leidet. Die natürlichen Faktoren erklären jedoch nur einen Teil der Armut, die zu einer starken Emigration geführt hat. Mit 5,5 Millionen Rindern hat Mali ein grosses Land- und Viehwirtschaftspotenzial. Im Süden des Landes ist der Anbau von Baumwolle - dem weissen Gold - die landwirtschaftliche Haupteinnahmequelle. Dies hat die Produktion von Nahrungsmitteln zwar nicht geschmälert, doch schädigt der extensive Anbau die Böden und trägt damit zur Beschleunigung der Wüstenbildung bei. Rund 10% der über 10 Millionen Einwohner sind Nomaden, 80% Bauern. Ungefähr jede dritte Person hat Zugang zu Gesundheitsdiensten und zu sauberem Trinkwasser. Annähernd die Hälfte der Menschen ist jünger als 15 Jahre. Im Durchschnitt heiraten Mädchen mit 16 Jahren.

Zahlen und Fakten (Stand 2010)
Fläche: 1'248'574 km2
Bevölkerung: 14.5 Mio (Zensus 2009)
Hauptstadt: Bamako / 1.63 Mio Einwohner
Städtische Bevölkerung: 36%
Bevölkerungswachstum: 2.6% pro Jahr
Kindersterblichkeit: 231 pro 1000 Lebendgeburten
Säuglingssterblichkeit: 141 pro 1000 Lebendgeburten
Müttersterblichkeit: 580 pro 100'000 Geburten
Fruchtbarkeitsrate: 6.5 Geburten pro Frau
Lebenserwartung: 52.6 Jahre
Analphabetenrate Frauen: 60.4%
Analphabetenrate Männer: 46.5%
Religion: 90% Muslime, 9% traditionelle Religionen

Gegen die Mädchenbeschneidung in Mali!

Über 90% der Frauen in Mali sind beschnitten, und eine Mehrheit der Bevölkerung befürwortet nach wie vor Beschneidungspraktiken. In Mali gibt es kein Gesetz, das Beschneidung verbietet. Die Auswirkungen der Beschneidung auf die körperliche und seelische Gesundheit der Frauen sind einschneidend und lebensgefährlich, Folgekomplikationen prägen oft das ganze Leben einer beschnittenen Frau. MEHR

Kampf gegen Mangel- und Fehlernährung bei Frauen und Kindern

Armut, Mangel- und Unterernährung sind in Mali allgegenwärtig: 30 Prozent der Malier können sich nicht ausreichend mit Grundnahrungsmitteln versorgen, 40% der Kinder leiden an chronischer Mangelernährung, und rund 20% sind stark unterernährt. MEHR

Kampf gegen die Ausbeutung von Hausmädchen

Hausmädchen leisten viel Arbeit gegen wenig Lohn oder sogar umsonst. Für 15 Franken im Monat arbeiten sie tagelang im Haushalt, holen Wasser, betreuen Kinder, kochen und putzen. Selber noch Kinder, werden Sie oft Opfer von Ausbeutung verschiedener Art. MEHR

Fisteln rauben das Leben

Frauen, die eine schwere Geburt überleben, leiden häufig an Fisteln: Das Gewebe zwischen der Scheide und dem Enddarm oder der Blase ist zerrissen. Fisteln im Anal- oder Vaginalbereich sind nicht nur äussert unangenehm, sie führen auch dazu, dass die Betroffenen aufgrund ihrer Urin- und Fäkalinkontinenz von der Gemeinschaft ausgegrenzt werden. MEHR

Fachkompetenz der Partner stärken

IAMANEH arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Die Partner sind die ersten, die an der Entwicklung ihres Landes interessiert sind. MEHR

Abfall macht Kinder krank - Kampf gegen die Kindersterblichkeit

Das Bild von Kalabancoro, einer Vorstadt von Bamako, ist geprägt von Abfall. Unter diesen schwierigen sanitären Bedingungen nehmen vor allem bei Kleinkindern Durchfallerkrankungen, Hautausschläge, Malaria oder Atemwegsinfektionen zu. MEHR

Bildung – der Schlüssel zur Gesundheit

Eine Verhältensänderung in den Familien in Bezug auf die sexuelle Gesundheit ist einfacher zu erreichen, wenn die Frauen gebildet sind. Schule und Bildung beeinflussen das Heiratsalter, die Paarbeziehung, die Verwendung von Verhütungsmitteln, die Beschneidung, die Ernährung oder die Pflege. MEHR

Prävention und Kampf gegen häusliche Gewalt

In der malischen Gesellschaft ist die Meinung weit verbreitet, dass Frauen keine Rechte, sondern nur Pflichten haben. Gewalt gegen Frauen ist alltäglich und kann verschiedene Formen annehmen: physisch (geschlagene Frauen, Vergewaltigung, Beschneidung), moralisch (Zwangsheirat, Verstossung, Zugang zu Land) sowie verbal (Beschimpfungen, Wortgefechte). MEHR

Bau eines Gesundheitszentrums

Obwohl N’Gomi, ein Stadtviertel von Bamako, auf rund 6'000 Einwohner angewachsen ist, gibt es kein Gesundheitszentrum. Geburten sind bisher unter prekären Bedingungen in einer provisorischen "maternité", wo es weder Strom, Wasser noch Medikamente gibt, durchgeführt worden. MEHR

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