Bildung – der Schlüssel zur Gesundheit
Eine Verhältensänderung in den Familien in Bezug auf die sexuelle Gesundheit ist einfacher zu erreichen, wenn die Frauen gebildet sind. Schule und Bildung beeinflussen das Heiratsalter, die Paarbeziehung, die Verwendung von Verhütungsmitteln, die Beschneidung, die Ernährung oder die Pflege.
Die Einschulung kann eine Senkung der Geburtenrate nach sich ziehen. Bildungsmassnahmen sollen Wissen im Bereich Ernährung, Gesundheit und Sexualität vermitteln.
Schulbildung löst direkt und indirekt auch eine Wirkung auf die Mütter- und Kindersterblichkeit aus. Durch das neue Wissen über die richtige Ernährung, die Bedeutung von Hygiene sowie die Verwendung von Verhütungsmitteln werden Risikoschwangerschaften, Schwangerschaften in zu kurzer Folge, zu häufige Schwangerschaften oder in zu jungem Alter vermieden und die Gesundheit des Neugeborenen begünstigt.
Das Projekt arbeitet in der Region von Ségou und hier insbesondere in der ländlichen Gemeinde von Pelengana. Die Gemeinde ist rund 3 km von Ségou entfernt und besteht aus 28 Dörfern. Die Region zählt etwa 35’000 Einwohner, davon leben circa 19’000 in der Stadt Pelengana selber.
Unsere Partnerorganisation GAAS hat sich zum Ziel gesetzt, durch das Projekt Verhaltensänderungen bei der Bevölkerung im Bereich der reproduktiven Gesundheit, und insbesondere bezüglich Beschneidung, auszulösen. Sensibilisierungs- und Informationsaktivitäten zielen vor allem auf Jugendliche über Schulen ab, aber auch auf die ländliche Bevölkerung, auf religiöse Autoritäten oder Dorfchefs. Bildung für Mädchen und reproduktive Gesundheit sind eng miteinander verknüpft, deshalb engagiert sich das Projekt auch in der Einschulung von 100 Mädchen.


