Togo
Togo liegt an der Westküste des afrikanischen Kontinents zwischen Ghana und Benin. Im Norden grenzt das Land an Burkina Faso. Mit 56'785 km2 Oberfläche ist Togo eines der kleinsten Länder Westafrikas, seine Bevölkerungsdichte hingegen eine der höchsten. 28,6% des Bodens wird landwirtschaftlich genutzt. Die Hauptstadt Lomé ist mit ungefähr einer Million Einwohnern die grösste Stadt des Landes und liegt an der Küste und an der Grenze zu Ghana. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und des Preisanstieges für Energie und Lebensmittel hat Togo seit 2006 dank des Reformprogramms der Regierung makroökonomische Fortschritte erzielt. Einen schweren Rückschlag stellten die Überschwemmungen vom Juli 2008 in den mittleren Landesteilen dar, die neben schweren Schäden in der Landwirtschaft auch den Einsturz mehrerer wichtiger Brücken zur Folge hatten. Seither ist der Warenverkehr von Norden nach Süden über die Nationalstrasse Nr. 1 erheblich beeinträchtigt. Nach den erfolgreichen Parlamentswahlen im Oktober 2007 hat die EU-Kommission ihre Wirtschaftshilfe für Togo wieder aufgenommen.
Der Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu sauberem Wasser liegt bei 51%, Sanitäreinrichtungen kennen nur 34%. Die Erhöhung der Benzinpreise um 60% in den letzten zwei Jahren trifft die Menschen hart.
Die Situation im Gesundheitsbereich verschlechtert sich, und die gesundheitlichen Strukturen sind nicht funktionsfähig. Die Finanzierung reicht häufig nicht, um die Löhne des Gesundheitspersonals zu decken. In Togo gibt es einen Arzt auf 10’000 Einwohner.
Zahlen und Fakten:
Fläche: 56'785 km2
Bevölkerung: 6.7 Mio.
Hauptstadt: Lomé / 1.59 Mio Einwohner
Städtische Bevölkerung: 34%
Bevölkerungswachstum: 2,7% pro Jahr
Kindersterblichkeit: 141 pro 1'000 Lebendgeburten
Säuglingssterblichkeit: 79 pro 1'000 Lebendgeburten
Müttersterblichkeit: 480 pro 100'000 Geburten
Fruchtbarkeitsrate: 4,7 Geburten pro Frau
Lebenserwartung: 63 Jahre
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Ein Gesundheitszentrum für Elemé
In Togo stirbt eines von sechs Kindern vor dem fünften Lebensjahr. Malaria, Durchfallerkrankungen und Mangelernährung bilden die wichtigsten Gründe dieser hohen Kindersterblichkeitsrate. MEHR


