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Beratungszentrum für gewaltbetroffene Frauen und KinderÖffentliche Angebote für Opfer von Gewalt gegen Frauen sind in Albanien praktisch nicht vorhanden und liegen weit unter der Nachfrage. Ausserdem besteht das Risiko, dass unerfahrenes Personal den Opfern mit unangemessener Beratung sogar schaden anstatt helfen könnte. Gewalt gegen Frauen erhöht auf dramatische Weise das Risiko für Frauen und Mädchen, sich mit HIV anzustecken. Denn sie erschwert bzw. verunmöglicht es ihnen, keinen Geschlechtsverkehr zu haben oder ein Kondom zu benutzen, vor allem wenn sie wissen oder ahnen, dass ihr Partner untreu ist. Gewalt ist auch ein Hindernis für die Frauen, um Zugang zu grundlegender HIV-Prävention, Behandlung und Betreuung zu erlangen. Viele junge Frauen haben keinerlei Möglichkeiten, um dieser engen und stark kontrollierten Lebenssituation im Kreis der Familie oder in Zwangsehen zu entfliehen. Deshalb sind insbesondere junge Frauen aus armen Verhältnissen und ruralen Gebieten stark gefährdet. Dabei ist es wichtig, nicht nur ihre Sensibilisierung und diejenige ihrer Eltern und Gemeinden sowie eine Aufklärung über die ihnen per Gesetz zustehenden Rechte voranzutreiben, sondern ihnen auch reale alternative Perspektiven, z.B. via Berufsbildung, zu eröffnen. Ein zentraler Punkt ist auch die Stärkung des Staates in seiner Verantwortung für die Implementierung der Gesetze und Unterstützung in der Ausarbeitung entsprechender Strategien. Hier kommt den zivilgesellschaftlichen Organisationen eine zentrale Rolle zu. |
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