Den Teufelskreis der Gewalt durchbrechen

Gewalt gegen Frauen ist kein neues Phänomen in Albanien - sie ist tief verwurzelt in der patriarchalischen Tradition der albanischen Gesellschaft. Öffentliche Angebote für Opfer von Gewalt gegen Frauen sind praktisch kaum vorhanden.

Viele Frauen sind gezwungen, in gewalttätigen Beziehungen zu leben, weil sie finanziell und sozial abhängig sind und deshalb ihr gewalttätiges Umfeld nicht verlassen können. Gewalt hat aber nicht nur Konsequenzen für die misshandelte Person selber, sondern auch für andere Familienmitglieder, vor allem Kinder.

Die Beratungsstelle der Partnerorganisation Counselling Line for Women and Girls (CLWG) in Tirana unterstützt pro Jahr rund 1'300 gewaltbetroffene Frauen in direkten Gesprächen oder via Telefon-Hotline. Darüber hinaus wird durch Mediation die Familie und das Umfeld der Betroffenen miteinbezogen. Ein besonderer Fokus liegt in der Stärkung staatlicher Dienstleistungen und der Verantwortungsübernahme seitens des Staates bezüglich dieser Problematik.

Parallel dazu treibt CLWG mit öffentlichen Aktionen und kontinuierlicher Sensibilisierungsarbeit mit Jugendlichen in den Schulen und spezifisch mit Jungs die Bewusstseinsbildung für Frauenrechtsfragen und gegen häusliche Gewalt weiter voran. Insbesondere die junge Generation kann so zu Gewaltfreiheit mobilisiert und für ein neues geschlechtergerechtes Verständnis in der Beziehung zwischen Mann und Frau gewonnen werden.

CLWG setzt sich mit diesem Projekt für die Rechte von Frauen in Albanien ein. Sie sollen den Teufelskreis der Gewalt durchbrechen und ein neues Leben beginnen können.

Partnerorganisation:
Counselling Line for abused Women and Girls CLWG, Tirana
Vereinsgründung: 1996
Zweck: Durchsetzung der Rechte von gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen in Albanien
Projektlaufzeit: 1.4.2015 bis 31.3.2018
www.facebook.com/LinjaeKeshillimit/
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