Mädchenbeschneidung

Mädchenbeschneidung bezeichnet verschiedene Formen der Beschneidung der äusseren weiblichen Genitalien. International hat sich der Begriff "Female Genital Mutilation“ (FGM) durchgesetzt.

Häufig nehmen traditionelle Beschneiderinnen oder Geburtshelferinnen den Eingriff vor. Viele von ihnen benutzen unsterile, stumpfe Instrumente. Oft führen sie den Eingriff ohne Betäubung und unter unhygienischen Bedingungen durch. Es werden vier Formen der Mädchenbeschneidung unterschieden:

  1. Klitoridektomie: Teilweise oder komplette Entfernung der Klitoris
  2. Exzision: Teilweise oder komplette Entfernung der Klitoris und der kleinen Schamlippen mit oder ohne Entfernung der grossen Schamlippen.
  3. Infibulation: Teilweise oder komplette Entfernung der äusseren Genitalien und Zunähen der verbleibenden Haut bis auf eine kleine Öffnung.
  4. Diverse, nicht klassifizierbare Praktiken so zum Beispiel Einstechen, Einschneiden oder Einreissen der Klitoris

Nach Schätzungen der WHO sind weltweit etwa 125 Millionen Frauen und Mädchen von der Beschneidung betroffen. In 29 Ländern Afrikas und in einigen wenigen arabischen und asiatischen Ländern wird sie praktiziert. Die Art der Beschneidung variiert je nach Region und praktizierender Gemeinschaft. Meistens sind die Mädchen zwischen 0 und 15 Jahre alt. Die Mädchenbeschneidung verletzt elementare Menschenrechte wie das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Schutz der körperlichen Integrität.

Die Mädchenbeschneidung kann nicht rückgängig gemacht werden. Sie hinterlässt schwere seelische und körperliche Schäden. Der Eingriff führt bei vielen Frauen zu lebenslangen Gesundheitsproblemen. Zudem können Betroffene an den akuten sowie langfristigen Folgen sterben.

IAMANEH Schweiz engagiert sich seit vielen Jahren im Kampf gegen die Mädchenbeschneidung und unterstützt die Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu diesem wichtigen Thema.

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