Gesundheit und Rechte für junge Hausangesellte

Gesundheit und Rechte für junge Dienstmädchen

Mädchen in Mali sind überdurchschnittlich oft von Armut, Bildungsungleichheit und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen. In vielen Fällen verlassen sie die Schule frühzeitig und migrieren in Städte wie Bamako, wo sie als Hausangestellte unter schwierigen Bedingungen arbeiten, meist ohne Zugang zu Schutz und Unterstützung.

Viele der 12- bis 18-jährigen Mädchen hoffen mit der Migration nach Bamako auf ein besseres und selbstbestimmteres Leben. Doch die Realität sieht oft anders aus: lange Arbeitszeiten, geringe oder unregelmässige Bezahlung, kaum Zugang zu medizinischer Versorgung und ein erhöhtes Risiko physischer, psychischer und sexueller Gewalt. Fehlende Informationen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit führen zusätzlich zu Belastungen wie ungewollten Schwangerschaften oder gesundheitlichen Komplikationen.

Das Projekt verfolgt einen zweigleisigen Ansatz. In den ländlichen Gebieten der Region Dioïla stärkt es den Zugang von Mädchen zu inklusiver und qualitativ hochwertiger Grundbildung, um Schulabbrüche, frühe Migration und Kinderehen zu reduzieren. Mädchen, ihre Familien und Gemeinschaften werden für die Bedeutung von Schulbildung, Kinderrechte und langfristige Perspektiven sensibilisiert und befähigt, informierte Entscheidungen zu treffen.

In Bamako verbessert das Projekt den Schutz, die Gesundheit und die Lebensbedingungen junger Hausangestellter. Die Mädchen erhalten Informationen zu ihren Rechten, zu Gewaltprävention und sexueller Gesundheit sowie Unterstützung bei der Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Mädchen in Notsituationen oder Überlebende von Gewalt werden im Schutzzentrum JIGITUGU medizinisch, psychosozial und materiell unterstützt. Parallel dazu werden Arbeitgeber*innen, Vermittler*innen und lokale Behörden sensibilisiert, um Ausbeutung vorzubeugen.

Jährlich erreicht das Projekt rund 1’800 Mädchen in ländlichen Gebieten sowie über 1’000 junge Hausangestellte in Bamako. Durch den Aufbau lokaler Kapazitäten und die Förderung eines nachhaltigen sozialen Wandels trägt es langfristig zur Verbesserung der Bildungs-, Schutz- und Zukunftsperspektiven von Mädchen in Mali bei.

Partnerorganisation
APSEF (Association pour la Promotion des Droits et du bien Etre de la Famille)

Projektlaufzeit
1.1.2026 bis 31.12.2028

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