Prävention von Gebärmutterhalskrebs: Inklusiver und gerechter Zugang für alle Frauen

Prävention von Gebärmutterhalskrebs: Inklusiver und gerechter Zugang für alle Frauen

Jedes Jahr erkranken Tausende Frauen im Senegal an Gebärmutterhalskrebs, und etwa 1'300 sterben daran. Die Mehrheit dieser Todesfälle könnte durch HPV-Impfungen und frühzeitige Vorsorge verhindert werden. Unser Projekt hat zum Ziel, Impfungen und Vorsorge leichter zugänglich zu machen und so die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle zu senken.

Gebärmutterhalskrebs lässt sich vermeiden: Mit der HPV-Impfung sind Mädchen und Frauen davor geschützt. Die Impfung ist in Senegal gebräuchlich – dennoch erkranken jährlich rund 1’400 Frauen. Dass die Erkrankung in Senegal so weit verbreitet ist und so oft zum Tod führt, hat verschiedene Gründe. Viele Frauen, gerade in ländlichen Gebieten und Vorstädten, haben kaum Zugang zu Präventionsdiensten und erhalten nicht genug Informationen zu Gebärmutterhalskrebs und seinen Risiken.  

Kulturelle und sprachliche Barrieren erschweren den Zugang zu medizinischer Versorgung oft zusätzlich. Dazu gehören zum Beispiel Tabus im Bereich der reproduktiven Gesundheit oder frühere belastende Erfahrungen im Gesundheitssystem. Für Analphabetinnen oder Frauen mit Behinderungen ist der Zugang zu Gesundheitsversorgung oft besonders erschwert. Dies führt zu erheblichen Ungleichheiten in Prävention, Früherkennung und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs. 

Das Projekt setzt hier an und verfolgt das Ziel, diese Ungleichheiten langfristig zu verringern und allen Frauen Information und Vorsorge zugänglich zu machen. Die Verbreitung  von Gebärmutterhalskrebs und die damit verbundenen Todesfälle sollen dadurch sinken. Mobile Kliniken bieten HPV-Impfungen für Mädchen im Alter von 9 bis 18 Jahren, VIA- und HPV-Screenings für Frauen zwischen 25 und 65 Jahren sowie bei Bedarf sofortige thermische Ablationen bei präkanzerösen Läsionen an. Ergänzend stärkt das Projekt die Kompetenzen von medizinischem Fachpersonal. Ein strukturiertes Überweisungssystem gewährleistet die Nachsorge für Frauen mit fortgeschrittenen Erkrankungen. 

Die Pilotphase konzentriert sich auf Vorstädte von Dakar und dient der Erprobung und Weiterentwicklung des Modells. Langfristig ist geplant, das Projekt auf sechs weitere stark betroffene Regionen auszudehnen: Kédougou, Sédhiou, Kolda, Tambacounda, Saint-Louis und Ziguinchor. In späteren Projektphasen sollen Prävention, Screening und der Zugang zu Behandlung weiter gefestigt sowie Männer und gesellschaftliche Führungspersonen aktiv in die Förderung reproduktiver Gesundheit einbezogen werden. 

In den Pilotgebieten profitieren rund 2’000 Mädchen und 3’000 Frauen direkt von den Projektaktivitäten, dazu kommen Botschafterinnen, medizinische Fachkräfte und männliche Verbündete. Indirekt profitieren lokale Gemeinschaften, regionale Gesundheitsbehörden sowie religiöse und traditionelle Führungspersonen und die Bevölkerung der beteiligten Regionen. 

Partnerorganisation
ROAJELF (Réseau Ouest Africain des Jeunes Femmes Leaders) 
SENAF (Sénégal Actions Féministes) 
Warkha TV

Projektlaufzeit
1.1.2026 bis 31.12.2028

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