Jedes Jahr sind viele Frauen und Mädchen in Albanien zunehmender digitaler Gewalt ausgesetzt. Online-Belästigung, Drohungen, digitale Überwachung sowie die unautorisierte Verbreitung von Bildern gefährden ihre Sicherheit, ihre psychische Gesundheit und ihre gesellschaftliche Teilhabe. Viele dieser Gewalttaten könnten verhindert oder frühzeitig eingedämmt werden, wenn Betroffene besseren Schutz sowie Zugang zu verlässlichen Informationen und Unterstützungsangeboten hätten.
Dennoch zögern viele Frauen und Mädchen, Hilfe zu suchen. Digitale Gewalt wird häufig verharmlost, missverstanden oder als weniger schwerwiegend wahrgenommen als physische Gewalt. Angst, Scham und fehlende institutionelle Anerkennung verstärken die Isolation der Überlebenden und erhöhen ihre Verwundbarkeit.
Das Projekt setzt hier an und trägt zur Prävention und Verringerung digitaler Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Albanien bei. Ziel ist es, den Schutz von Überlebenden zu stärken, die Reaktionsfähigkeit öffentlicher Dienste zu verbessern und den Zugang zu psychosozialer sowie rechtlicher Unterstützung zu erleichtern. Gleichzeitig fördert das Projekt ein sichereres und respektvolleres digitales Umfeld.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Umsetzung des ersten albanischen Gesetzes, das digitale Gewalt explizit adressiert. Durch gezielte Schulungen für Polizei, Justiz und lokale Anlaufstellen wird die wirksame Anwendung dieses neuen Rechtsrahmens unterstützt. Parallel dazu erhalten Überlebende spezialisierte Unterstützung, darunter psychosoziale Beratung sowie Massnahmen zur Stärkung ihrer digitalen Sicherheit.
Das Projekt wird in Tirana, Korça, Gjirokastër, Vlora und Rrogozhina umgesetzt. Es richtet sich direkt an Frauen und Mädchen, die von digitaler Gewalt betroffen sind, sowie an Fachkräfte aus den Bereichen Justiz, Gesundheit und Soziales. Indirekt profitieren auch Familien, lokale Gemeinschaften und öffentliche Institutionen.
Dank der Expertise des lokalen Partners Counselling Line for Women and Girls, einer führenden feministischen Organisation in Albanien, baut das Projekt auf langjähriger Erfahrung im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt auf.
Partnerorganisation
CLWG (Counselling Line for abused Women and Girls)
Projektlaufzeit
1.1.2026 bis 31.12.2028
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