Die Bewohnerinnen und Bewohner von Kpélé Yaha im ländlichen Togo leiden unter mangelndem Zugang zu Gesundheitsdiensten sowie fehlendem Trinkwasser und Sanitärversorgung. Unsichere Wasserquellen und eine unzureichende Hygieneinfrastruktur in Schule und Gesundheitszentrum erhöhen das Risiko von Durchfallerkrankungen, besonders für Kinder und Schwangere.
Viele Kinder in Kpélé Yaha im Südwesten Togos verpassen regelmässig den Unterricht aufgrund von Krankheiten oder weil sie täglich Wasser holen müssen. Mädchen und Frauen tragen die Hauptlast dieser Aufgabe, was ihre Bildungs- und Einkommenschancen einschränkt. Wiederkehrende Krankheitsfälle verursachen zusätzliche Kosten für Familien und verschärfen die wirtschaftliche Unsicherheit. Wegen fehlender grundlegender Dienstleistungen wandern immer mehr Menschen in die Städte ab.
Das Projekt schafft hier mit einer Verbesserung des Zugangs zu Trinkwasser und zu sanitären Anlagen Abhilfe. Der Zugang zu sicherem Trinkwasser wird durch einen Tiefbrunnen mit Solarpumpe sichergestellt, der das Gesundheitszentrum und die Schule zuverlässig versorgt. Zudem werden Hygiene- und Sanitärbedingungen verbessert und Kinder, Lehrpersonen sowie Gemeindemitglieder für Gesundheits- und Hygienefragen sensibilisiert, um Krankheiten nachhaltig vorzubeugen.
Im Schulumfeld werden Latrinen mit Handwaschstationen gebaut und sichere Sanitäranlagen eingerichtet. Im Gesundheitszentrum werden bestehende Infrastrukturen rehabilitiert und ein System zur sicheren Entsorgung medizinischer Abfälle eingeführt. Schulungen und Sensibilisierungsmassnahmen fördern ebenfalls die Hygiene und stärken zugleich die lokale Verantwortung für Betrieb und Wartung der Anlagen.
Jedes Jahr erreicht das Projekt rund 1’800 Kinder im Schulumfeld sowie über 1’000 Patientinnen, Patienten und Angehörige im Einzugsgebiet des Gesundheitszentrums. Durch den Aufbau lokaler Kapazitäten und nachhaltiger Strukturen trägt es langfristig dazu bei, Krankheiten zu reduzieren, die Schulbildung zu stärken und die Lebensbedingungen sowie Zukunftsperspektiven der gesamten Gemeinschaft in Kpélé Yaha zu verbessern.
Partnerorganisation
AFAD (Alliance Fraternelle pour le Développement)
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